Plötzlich ein lautes Dieseln im Bahnhofsbereich. Kurzer Blick unter den damals in Brügge abgestellten Schotterwagen her. Vier hellgraue Achsen mit Treibstange. Was zum Teufel war denn das?
Ich habe mich sofort auf dem Weg zum Bahnsteig gemacht – und dort rangierte eine Ost-V60D, nämlich die Lok 1 des VEB Zellstoff- und Papierfabrik Merseburg (LEW 11975/1068), die zum betriebsfähigen Lokbestand des Eisenbahnmuseums Dieringhausen gehörte.
Grund der Fahrt nach Brügge: einen Waggon mit Kohle holen. Da Ende 1996 der Güterverkehr auf der Aggertalbahn eingestellt wurde, gestaltete sich die Versorgung des Museums mit Lokomotivkohle etwas kompliziert, wenn man diese auf der Schiene beziehen wollte. Der Kohlewagen wurde mit einem planmäßigen Güterzug über Hagen nach Brügge gefahren und dort von Dieringhausenern selbst abgeholt.
Hier am Bahnsteig in Brügge

Güterbahnhof Brügge


Links der BFS Bürgerbahnzug

Anschließend habe ich den Kohlezug verfolgt. Gut 12 Jahre nach der Einstellung des Personenverkehrs wurde auf der Volmetalbahn meist nur 30 – 40 km/h gefahren, sodass sich die Verfolgung ganz entspannt darstellte. Heute wäre das bei einer Streckengeschwindigkeit von 60 – 80 km/h und gleichzeitig fast flächendeckendem Tempolimit von 50 – 70 km/h auf der parallel verlaufenden B54 so nicht mehr möglich.
Bei Rhadermühle

Bahnübergang über die damals recht holprige B54 in Bollwerk

Kierspe-Sankel

Grünenbaum

Bahnhof Kierspe

Ankunft im Bahnhof Meinerzhagen

Meinerzhagen-Güntenbecke


Marienheide-Börlinghausen

Holzwipper

Einfahrt Marienheide, noch mit Doppeltelegrafenmasten

Bahnhof Marienheide (oder besser das, was davon übrig war)

Der Einschnitt bei Kotthausen (bis zu seinem Einsturz 1908 war hier der Kotthausener Tunnel). In Kotthausen wurde noch ein Niederbordwagen mit Bagger abgeholt, mit dessen Hilfe in den vorherigen Tagen die Folgen eines kleinen Erdrutsches beseitigt wurden.


Letztes Foto dann am ehemaligen Haltepunkt Gummersbach Nord
