der B414 zwischen Hachenburg und dem Bhf Ingelbach hatte ich schon am 6. Okt. 2025 kurz beschrieben
(Die DB bezeichnet diesen BÜ in Bahn-km 55,888 als "Hattert 1", obwohl er in der Gemarkung von Marz-
hausen liegt):
Schon zum wiederholten Mal (polizeibekannt zuletzt am 23. Juni 2025) funktio-
nierte die Lichtzeichenanlage am BÜ Marzhausen (Kreuzung mit B414/K15) nicht.
Am 1. Okt. (08:58) kollidierte ein Lkw mit der sich - ohne vorherige Ankündigung
durch das Blinklicht - senkenden Schranke. Eine anschließend erfolgte Absicherung
durch Posten mit Flatterband führte zu massivem Rückstau auf allen vier Zufahrten
zu diesem BÜ. Im Gegensatz zu den nahe gelegenen Einschaltpunkten muss bei einer
Postensicherung vor der Abfahrt der Züge die erfolgte Sicherung des BÜ an die Fdl
von Ingelbach bzw. Hachenburg gemeldet werden. Da die Züge aus Hachenburg tlw.
noch einen Halt in Hattert einlegen, dauert die Straßensperrung entsprechend lang.
Mit der Außerbetriebnahme der beiden Überwachungssignale konnte sich DB InFRAGO zwar
die personelle BÜ-Sicherung mit BÜ-Posten ersparen, verlagerte das Problem auf die Tf der
HLB. Diese durften vor jeder BÜ-Querung ihren Triebwagen anhalten, mussten ins sehr tiefe
Schotterbett springen, um mit dem Schlüssel den HET-Schalter nochmals zu bedienen.
Auf mehrfache Anfrage bei der DB-Pressestelle schrieb diese am 7. Nov. 2025:
"Die Deutsche Bahn (DB) prüft derzeit mit einem Expertenkreis aus Bauverantwortlichen und
Fachbeauftragten, ob die Möglichkeit besteht, den Bahnübergang instand zu setzen. Sollten
die Untersuchungen ergeben, dass eine Instandsetzung des Bahnübergangs nicht möglich ist, würde
der Bahnübergang ab dem 17. November durch einen Bahnübergangsposten mit technischen Hilfs-
mitteln wie Lichtsignalen und Schranken (TH-BÜP-Anlage) abgesichert werden. Ein örtlicher Bahn-
übergangspost würde die TH-BÜP-Anlage in diesem Falle bedienen und die Schranken vor Zugfahr-
ten schließen. Züge müssten auch in diesem Falle nicht vor dem Bahnübergang halten.
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Da die Untersuchungen des Expertenkreises zu dem (erwartbaren) Ergebnis geführt haben, dass
die Bestandsanlage nicht mehr repariert werden kann, wurde am Do. 13. und Fr. 14.11.25 von
DB Fahrwegdienste (das ist das Unternehmen, welches auch für die Vegetationskontrolle verant-
wortlich zeichnet) die erforderliche TH-BÜP-Anlage (Bauart Zöllner) aufgestellt und abgenommen.
Unmittelbar nach deren IBN am Montag soll die Altanlage demontiert werden, die dann - nach ak-
tueller Planung - bis voraussichtlich März 2026 als "1:1-Ersatz" neu gebaut werden soll.
Ob mit dem Neubau zumindest die vorgesehene Anhebung der Zuggeschwindigkeit auf 80 Stunden-
kilometer erfolgen wird, ist derzeit ebenso offen, wie der Zeitpunkt des Umbaus der gesamten
Kreuzungsanlage aus BÜ und den beiden Einmündungen der K15. Beide sollten um rund 30 Meter
vom BÜ weg verlagert werden, um die dritte Schranke einzusparen und mehr Sicherheit zu geben.
(Festgelegt im PFB des EBA vom 17.10.2022 zur Anhebung der Streckengeschwindigkeit Oww-Bahn).
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Die DB-Pressestelle schrieb dazu:
"Zudem treibt die DB die Erneuerung des Bahnübergangs mit Hochdruck voran. Allerdings sind die
Planungen noch nicht abgeschlossen, sodass die DB noch keinen konkreten Erneuerungszeitpunkt
nennen kann."
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Mit der IBN der TH-BÜP-Anlage wird sich die Schließzeit der Schranken deutlich verlängern, da diese
bereits vor der Abfahrt der Züge aus Ingelbach und Hachenburg geschlossen sein müssen.
Ob die DB ihren dort tätigen MA jedoch Arbeitsbekleidung und Dixi-Klo in schußfester Ausführung
sowie einen gepanzerten Aufenthaltscontainer zur Verfügung stellt, ist ungewiss. Handgreiflichkeiten
mit renitenten / entnervten Verkehrsteilnehmern würde ich dort nicht ausschließen
.