Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

buraeepp
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitrag von buraeepp »

...und dann kommen die Politiker und machen der Bevölkerung klar, dass man die Bahn gar nicht braucht. - Es gäbe ja nun einen besseren Busfahrplan. :twisted:
Einfach zu Heulen das Ganze :-o
Grüße aus dem Taunus
buraeepp

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Wolfgang Riedel
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitrag von Wolfgang Riedel »

Hallo zusammen,

zu dem Thema will ich mich auch noch äußern. Jeder Haushalt hat hier in Bad Münster am Stein, vor einigen Tagen, einen Faltplan bekommen. Hier sind die Fahrzeiten für einen Express - Bus von Simmern über Rheinböllen nach Bad Kreuznach aufgeführt.

Unter der Woche fahren 14 Buspaare, Samstag 7 Buspaare und Sonn- / Feiertags 6 Buspaare.

Sieht zwar alles sehr gut aus, aber der Bus hält halt nur in Simmern, Rheinböllen und Bad Kreuznach, sonst nirgendwo.

Die Bahn würde mit Sicherheit öfter fahren und weit aus mehr Haltestellen (als nur 3) anfahren.

Es ist für mich eine Augenwischerei; aber ganz ehrlich, so lange in den Hunsrück keine Bahn mehr fährt, ist der Hunsrück für mich keine Reise mehr wert.

Seit 1988 zerredet man die Reaktivierung dieser Bahnstrecke. In diesen 31 Jahren ist nichts passiert, außer Lippenbekenntnisse.....

Viele Grüße

Wolfgang Riedel
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Wolfgang Riedel
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitrag von Wolfgang Riedel »

Hallo zusammen,

in der hiesigen Presse war zu lesen, das "die Hunsrückbahn auf Eis gelegt ist". Den Zeitungsartikel habe ich noch nicht gelesen - ich habe nur die Überschrift mitgeteilt bekommen.

Traurige Grüße

Wolfgang Riedel
jojo54
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitrag von jojo54 »

Wolfgang Riedel hat geschrieben:Hallo zusammen,

in der hiesigen Presse war zu lesen, das "die Hunsrückbahn auf Eis gelegt ist". Den Zeitungsartikel habe ich noch nicht gelesen - ich habe nur die Überschrift mitgeteilt bekommen.

Traurige Grüße

Wolfgang Riedel
Erbitte Informationen, in welcher "hiesigen Presse" der Beitrag zur Hunsrückbahn gestanden hat. Derzeit finde ich nichts dazu.

MfG
jojo54
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Wolfgang Riedel
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitrag von Wolfgang Riedel »

Hallo zusammen,

den angesprochenen Zeitungsartikel habe ich jetzt vor mir liegen. Der stimmt wenig hoffnungsvoll. Wenn ich das richtig lese kommt auch nur die Meinung des "IGH" zur Sprache.

Der Artikel wurde am 3. August veröffentlicht.

Viele Grüße

Wolfgang Riedel
Lw
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitrag von Lw »

Ich habe den Artikel aus dem "Öffentlichen Anzeiger" Bad Kreuznach auch vor mir liegen. Und habe den gleichen Eindruck: Der Artikel gibt nur die Position der IGH wieder. Sowohl beim Lesen des Artikels wie auch beim Surfen auf der Website der IG fällt mir auf, dass vorrangig mit dem Blick auf die Anbindung des Flughafens Hahnargumentiert wird. Mache es überhaupt Sinn, den Flughafen Hahn noch mit einer Bahnverbindung auszustatten, wo doch keiner mehr vom Hahn aus abfliegen wolle, so eine Aussage. Entsprechend würden Politik und Verbände die Sicht auf die Bestimmung der Hunsrückbahn wandeln: "Bahn zum Hahn", "Bürgerbahn", "Pendlerbahn". Die "Allianz pro Schiene" verlange die "Reanimation der Strecke" (gemeint ist wohl die Reaktivierung). Aus Sicht der IG würden die Hunsrück-Bewohner die reaktivierte Strecke nicht annehmen, weil der Bus und das Auto schneller seien.

Meine persönliche Meinung: Ich teile die zitierte Einschätzung der IG, dass viel versprochen und wenig umgesetzt wurde seitens der Verantwortlichen.
Ich teile allerdings nicht die verengte Sicht auf die Hunsrück-Pendler und frage mich vor allem, was denn eigentlich mit den vielen Pendlern aus Windesheim, Guldental, Schweppenhausen usw. ist. Die tauchen in der Fragestellung eigentlich nicht auf. Aber allein für die Pendler bis Stromberg/ Rheinböllen würde sich doch eine reaktivierte Bahn schon lohnen.
Und mir scheint, in der IG hat man noch nicht "den Schuss gehört" - wir werden unser Mobilitätsverhalten in den nächsten Jahren massiv verändern müssen (Stichwort: Klimawandel). Das ist doch für jeden, der nur ein bißchen mal in die Zeitung guckt, klar. Allmählich kommt doch sogar in Regierungskreisen an, dass wir mit diesem Wahnwitz einer auto-basierten Transportlogistik nicht mehr weiterkommen. Und dass wir wertvolle ländliche Räume wie den Hunsrück nicht länger ausbluten lassen dürfen, sondern fördern müssen. Dazu gehört auch eine funktionierende Bahnanbindung als wichtiges Element der Daseinsvorsorge.
jojo54
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitrag von jojo54 »

Für den morgigen Donnerstag, 17.10.2019, ist um 20:15 Uhr im SWR.3-Fernsehen RLP die Sendung "Zur Sache Rheinland-Pfalz" angekündigt.
Dort ist folgendes Thema vorgesehen: "Streit um die Hunsrückbahn - Wann fahren wieder Züge durch Simmern"

Dazu auch ein zahlungspflichtiger Beitrag aus der Rhein-Zeitung, Teilausgabe Simmern und Hunsrück.

https://www.rhein-zeitung.de/region/aus ... 39458.html

MfG
jojo54
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitrag von jojo54 »

Zu der für heute Abend um 20:15 Uhr angekündigten Sendung bringt die SWR.3-Landesschau RLP vorab eine umfangreiche Information auf ihrer Homepage.

Hier der Link:

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland ... n-102.html

MfG
jojo54
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitrag von jojo54 »

Die soeben beim SWR ausgestrahlte Sendung brachte für mich keine wirklichen Neuigkeiten.
Es wird so weiter gehen wie bisher, oder besser gesagt seit über 30 Jahren und es geschieht auch in Zukunft nichts, rein garnichts. So ist es zumindest zu befürchten.

MfG
jojo54
Westeifelbahner

Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitrag von Westeifelbahner »

Ja. So wurde es schließlich von der BI gegen die Bahn bereits angedroht. Kommt das Planfeststellungsverfahren irgendwann tatsächlich mal zu einem Ende, klagt man eben - und erspart Bahn & Land in Aktionismus verfallen zu müssen.
Mich würde nur mal interessieren, auf was eigentlich die inzwischen ständig wiederholte Aussage basiert, dass Berlin Milliarden für Reaktivierungen zur Verfügung stelle? Mir ist nur bekannt, dass der Bund dem DB-Konzern "unter die Arme greifen will".
Gruß Westeifelbahner
jwiessner
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitrag von jwiessner »

Westeifelbahner hat geschrieben:Mich würde nur mal interessieren, auf was eigentlich die inzwischen ständig wiederholte Aussage basiert, dass Berlin Milliarden für Reaktivierungen zur Verfügung stelle? Mir ist nur bekannt, dass der Bund dem DB-Konzern "unter die Arme greifen will".
Gruß Westeifelbahner
Eurailpress: https://www.eurailpress.de/nachrichten/ ... erung.html

10. Oktober 2019

Die Verkehrsministerkonferenz hat heute in Frankfurt/M. mehrere Beschlüsse zur Bahnpolitik getroffen.

So sollen die Pro-Kopf-Investitionen in den Schienenverkehr von ca. 77 EUR im Jahr 2018 mittelfristig auf 150 EUR im Jahr erhöht werden. Dringend notwendig sei auch, die Elektrifizierung des Schienennetzes von derzeit 60 auf 75 % anzuheben. Weiter riefen die Minister den Bund auf, die Regionalisierungsmittel schrittweise weiter zu erhöhen. Notwendig sei außerdem ein Gesamtkonzept für den fahrplanbasierten Ausbau der Bahninfrastruktur, um den Deutschland-Takt auf der Schiene verwirklichen zu können. Die Bundesregierung müsse die Rolle des Bundes als alleiniger Eigentümer der DB stärker wahrnehmen, um die Strukturen der DB auf die bahnpolitischen Ziele auszurichten. Beschlossen wurde auch, die Mittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) nun für die Grunderneuerung und Modernisierung kommunaler Schieneninfrastrukturen einzusetzen. Darauf reagiert der Branchenverband VDV positiv: „Zusammen mit der kürzlich vom Kabinett beschlossenen Erhöhung der Mittel auf 2 Mrd. EUR jährlich ist das ein Meilenstein für mehr umweltfreundlichen und effizienten städtischen Verkehr in Deutschland“, so VDV-Präsident Ingo Wortmann.
Westeifelbahner

Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitrag von Westeifelbahner »

Vielen Dank für das Zitat und die Hervorhebung.

Aber was bedeutet dieser Beschluss wirklich?

Ich bin kein Experte für GVFG, aber wenn ich das richtig sehe, dann sind das doch zunächst einmal Gelder zwischen Bund und Land, oder? Sprich: Man müsste nun zunächst einmal abwarten, wie das Land RLP darauf reagiert. Wenn das Land RLP nun den Landesanteil an den Gesamtkosten aus GVFG bezahlen will, dann ändert sich doch de facto gar nix, weil es ja bisher auch nicht daran scheiterte, dass das Land kein Geld hätte.

Die Hürde des 15%igen Eigenanteils der Kommunen steht weiterhin der touristischen Nutzung im Weg. Oder gibt es irgendwelche Anzeichen, dass der kommunale Anteil in RLP aus GVFG-Mitteln ersetzt oder reduziert werden könnte? Wenn sich die Grünen für die Reaktivierung einsetzten, müssten sie es doch hier tun und mal in Mainz thematisieren, ob der kommunale Eigenanteil nicht unter diesen Rahmenbedingungen endlich reduziert werden könnte!

Hinzu kommt, dass ein förderfähiges NKU-Ergebnis ohnehin Voraussetzung bleibt und somit auf der Grundlage bisheriger Gutachten kein Euro aus GVFG für die Reaktivierung der Eifelbahnen zur Verfügung steht.

Gruß Westeifelbahner
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