01.07.1911 – Zum 115. Jahrestag des EisenbahnAusbesserungsWerks Trier- West
Verfasst: Do 2. Jul 2026, 22:00
Auf den Tag genau, am 01. Juli 1911, vor 115 Jahren wäre das Eisenbahnausbesserungswerk Trier- West, kurz EAW, im Trierer Volksmund als „AW“ bezeichnet, „halbrunde“ 115 Jahre alt geworden!
Bezug nehmend auf Jahrestage, Jubiläen betreffend, ist es der Gewohnheit nach so, dass dies im „25er-Takt“ geschieht, da man jedoch vereinzelt auch von Gedenken wie vorangegangener Zahlen liest, erlaube ich mir, anhand von bereits genannter Zahl daran zu erinnern.
Bereits beim Verfassen sowie Durchsehen verschiedener Artikel fiel mir eine Reihe Zufälle Daten und die damit verbundenen vergangenen Jahrestage von einst Triers größtem Industriedenkmal auf. So zum Beispiel von der Gegenwart in die Vergangenheit gehend, ist neben dem Jubiläum in diesem Jahr der 40. Jahrestag der Stilllegung. Das genaue Datum kann ich leider nicht mitteilen. So wie vor 15 Jahren der 25. Jahrestag der Außerbetriebnahme war, wäre ein ganzes Jahrhundert lang eben jener Ehrentag des Ausbesserungswerks gewesen.
Vor vier Jahrzehnten wieder rum, und damit in dem Jahr, in welchem sich die Tore geschlossen haben und neben Zeitzeugen die Lokomotive
86 457 als „gleichnamiges“ Zeitzeugnis aufgestellt wurde, war der 75. Ehrentag und dieses damit ein Dreivierteljahrhundert alt geworden.
Und bezug nehmend auf die Zahl 75, ist erwähnenswert, dass im letzten Kalenderjahr, am 07. Januar der Todestag von Herrn Dr. Ernst Spiro zum 75. Mal jährte. Des weiteren verstarb am 16. August 2015, und damit zehn Jahre vorher er Herr Doktor
Alfred Gottwaldt, welcher drei Monate zuvor in Trier noch einen Vortrag über jenes Werk und dessen Erbauer gehalten hatte.
Erwähnenswert ist außerdem, dass die Kollegen dort auch Spitznamen unter sich hatten, wie zum Beispiel einer, der da „Schaukelpferd“ lautete.
Ebenso Namen dort tätig waren, wie Busch, Elsen, Munkler etc. Erster soll nach Aussage des eigenen Sohns der „letzte Mann“ dort gewesen sein. Zweiterer arbeitete, nachdem er aufgrund eines Arbeitsunfalls seine Handwerkertätigkeit nicht mehr ausüben konnte, fortan als Arbeitsprüfer im AW. Und der dritte Kollege war nach eigener Aussage Schweißer. Des weiteren war von Ehranger Personalen, welche im Lok- und Wagenschlosser- sowie Wagenmeisterdienst im Bahnbetriebswerk und Güter- und Rangierbahnhof ihren Dienst verrichteten, der ein oder andere zuerst in Trier-West „beheimatet“ und absolvierte dort erst einmal eine Ausbildung zum Kesselschmied. Als ich einmal ein Gespräch mit einer Kantinenangestellten, die im Grunde genommen jeden Ehranger Eisenbahner gekannt hat, führte, bestätigte diese mir im Großen und Ganzen, „dass man im AW nie hat so zupacken
müssen wie in Ehrang“, insbesondere im Bahnhof!
Seine Witwe war 1961 Gast bei der 50-Jahr-Feier des Ausbesserungswerks Trier und somit zu zwei Dritteln der Existenz von diesem dort.
Was ist heute aus dem einst vielleicht größten Arbeitgeber Deutschlands ältester Stadt geworden? Nach jahrzehntelangem Hin und her sowie weiterer Unstimmigkeiten hat man sich auf einen Wohnungsausbau einigen und die Mauern stehen lassen können. Als vor fünf Jahren noch von Abriss die Rede war und der „Trierische Volksfreund“ einen Artikel darüber veröffentlichte, verfasste ich einen Leserbrief mit dem Titel “Beschlossen und besiegelt“ der auch veröffentlicht wurde.
Doch in einem sind sich fast alle drei Eisenbahnwerke der Stadt Trier mehr oder weniger ungewollt „einig“, und das in einem vielleicht ganz übertragenen Sinn wider Willen. Und das von Trier-West über den Hauptbahnhof nach Ehrang und wieder zurück. In punkto Denkmal. So wie es dem einst so bedeutenden Güterzuglok-Bahnbetriebswerk samt Rangierbahnhof nicht vergönnt war, dass man zumindest einen Teil der Infrastruktur der Nachwelt erhält, so wie es dem Bahnhof nicht vergönnt war, dass man die Achse der 44er Lokomotive
sowie/oder zumindest die Formsignale hat stehen lassen, so war es dem Ausbesserungswerk nicht vergönnt, die bereits genannte Tenderlokomotive dort stehen zu lassen, die im übrigen immerhin noch in Betrieb sein soll, wie mir Herr Elsen mal erzählte. Lediglich die fünf Kilometer entfernte Stadt Konz hat den Begriff „Denkmal“ von der Theorie in die Praxis umgesetzt, wie man an der aufgestellten … sehen
kann und die am 07. Dezember runde 10 Jahre an eine vergangene Eisenbahnepoche erinnert.
Im August 2020 erschien unter anderem ein Artikel im „Trierischen Volksfreund“
mit dem Titel „Dach kommt weg, Mauern sollen bleiben“, wozu ich einen Leserbrief mit der Überschrift „Beschlossen und besiegelt“ geschrieben hatte, er dann auch erschienen war.
86 457 – Eine Lokomotive
– für sich!?
Die 86 457 war ja bekanntlich eine Maschine, die noch während des Ausbesserungsbetriebes schon als Denkmallokomotive aufgestellt, jedoch aber ab der ausschließlichen Instandhaltung von Güterwagen als stumme Zeitzeugin ihrer "Schwestern" an eben jene Arbeit erinnerte. Sie (re)präsentierte das zweitgrößte Eisenbahnwerk der Stadt neben Ehrang von 1974 bis 1984 ganze 10 Jahre lang, ehe sich zwei Jahre später dort die Tore für immer schlossen. Bemerkenswert ist, wie schon erwähnt, dass sie im letzten Jahr, in welchem Lokomotiven
ausgebessert sein sollen, aufgestellt wurde und fortan ausschließlich Güterwagen bei hießiger Arbeit "begleitet" haben soll. Auffallend ist, ebenfalls, dass sie von der "Umetikettierung" im Gegensatz zu ihren Lokomotivschwestern verschont blieb und somit eines Tages nicht etwa "086 457-?" hieß, in dem ihr vor die Baureihennummer eine "0" sowie inter die Betriebsnummer ein Bindestrich samt dazugehöriger Ordnungsnummer hinzugefügt wurde.
Die im Anschluss gezeigten Bilder dokumentieren den heutigen Zustand des ehemaligen Ausbesserungswerks der Stadt Trier.
Jonas Fuhrmann, im Juli 2026
https://www.drehscheibe-online.de/foren ... 7,11487139
Bezug nehmend auf Jahrestage, Jubiläen betreffend, ist es der Gewohnheit nach so, dass dies im „25er-Takt“ geschieht, da man jedoch vereinzelt auch von Gedenken wie vorangegangener Zahlen liest, erlaube ich mir, anhand von bereits genannter Zahl daran zu erinnern.
Bereits beim Verfassen sowie Durchsehen verschiedener Artikel fiel mir eine Reihe Zufälle Daten und die damit verbundenen vergangenen Jahrestage von einst Triers größtem Industriedenkmal auf. So zum Beispiel von der Gegenwart in die Vergangenheit gehend, ist neben dem Jubiläum in diesem Jahr der 40. Jahrestag der Stilllegung. Das genaue Datum kann ich leider nicht mitteilen. So wie vor 15 Jahren der 25. Jahrestag der Außerbetriebnahme war, wäre ein ganzes Jahrhundert lang eben jener Ehrentag des Ausbesserungswerks gewesen.
Vor vier Jahrzehnten wieder rum, und damit in dem Jahr, in welchem sich die Tore geschlossen haben und neben Zeitzeugen die Lokomotive
Und bezug nehmend auf die Zahl 75, ist erwähnenswert, dass im letzten Kalenderjahr, am 07. Januar der Todestag von Herrn Dr. Ernst Spiro zum 75. Mal jährte. Des weiteren verstarb am 16. August 2015, und damit zehn Jahre vorher er Herr Doktor
Erwähnenswert ist außerdem, dass die Kollegen dort auch Spitznamen unter sich hatten, wie zum Beispiel einer, der da „Schaukelpferd“ lautete.
Seine Witwe war 1961 Gast bei der 50-Jahr-Feier des Ausbesserungswerks Trier und somit zu zwei Dritteln der Existenz von diesem dort.
Was ist heute aus dem einst vielleicht größten Arbeitgeber Deutschlands ältester Stadt geworden? Nach jahrzehntelangem Hin und her sowie weiterer Unstimmigkeiten hat man sich auf einen Wohnungsausbau einigen und die Mauern stehen lassen können. Als vor fünf Jahren noch von Abriss die Rede war und der „Trierische Volksfreund“ einen Artikel darüber veröffentlichte, verfasste ich einen Leserbrief mit dem Titel “Beschlossen und besiegelt“ der auch veröffentlicht wurde.
Doch in einem sind sich fast alle drei Eisenbahnwerke der Stadt Trier mehr oder weniger ungewollt „einig“, und das in einem vielleicht ganz übertragenen Sinn wider Willen. Und das von Trier-West über den Hauptbahnhof nach Ehrang und wieder zurück. In punkto Denkmal. So wie es dem einst so bedeutenden Güterzuglok-Bahnbetriebswerk samt Rangierbahnhof nicht vergönnt war, dass man zumindest einen Teil der Infrastruktur der Nachwelt erhält, so wie es dem Bahnhof nicht vergönnt war, dass man die Achse der 44er Lokomotive
Im August 2020 erschien unter anderem ein Artikel im „Trierischen Volksfreund“
86 457 – Eine Lokomotive
Die 86 457 war ja bekanntlich eine Maschine, die noch während des Ausbesserungsbetriebes schon als Denkmallokomotive aufgestellt, jedoch aber ab der ausschließlichen Instandhaltung von Güterwagen als stumme Zeitzeugin ihrer "Schwestern" an eben jene Arbeit erinnerte. Sie (re)präsentierte das zweitgrößte Eisenbahnwerk der Stadt neben Ehrang von 1974 bis 1984 ganze 10 Jahre lang, ehe sich zwei Jahre später dort die Tore für immer schlossen. Bemerkenswert ist, wie schon erwähnt, dass sie im letzten Jahr, in welchem Lokomotiven
Die im Anschluss gezeigten Bilder dokumentieren den heutigen Zustand des ehemaligen Ausbesserungswerks der Stadt Trier.
Jonas Fuhrmann, im Juli 2026
https://www.drehscheibe-online.de/foren ... 7,11487139