Diskussionen zu Bahnsteighöhen Neuwied/Engers (und Ehrenbreitstein?)
Verfasst: Di 16. Jun 2026, 15:38
Zur Korridorsanierung rechte Rheinstrecke hat der SPNV-Nord in Koblenz am 16.06.2026
die nachfolgende PI 15/2026 veröffentlicht, die jedoch nur auf zwei Stationen eingeht.
Nach den Planungen der DB sollen lediglich Unkel, Linz, Leubsdorf, Bad Hönningen und
Vallendar nach der Sanierung über 76er-Bahnsteige verfügen, während alle anderen Sta-
tionen (bis nach Wiesbaden) mit einer Höhe von 55cm auskommen müssen - auch die tem-
poräre Fernverkehrsstation Ehrenbreitstein und der neue Hp in Rüdesheim.
Barrierefreiheit an den Bahnhöfen Neuwied und Engers
Im Zuge der Korridorsanierung der rechten Rheinstrecke vom 10. Juli bis 12. Dezember 2026
werden die Bahnhöfe entlang der Strecke von DB InfraGO modernisiert und [teilweise] barrie-
refrei ausgebaut. In diesem Zusammenhang wird derzeit öffentlich über die Bahnsteighöhen
in Neuwied und Engers diskutiert.
Der Zweckverband SPNV-Nord hatte sich gemeinsam mit den Partnern in Nordrhein-Westfalen
für Bahnsteige mit einer Höhe von 76cm entlang der rechten Rheinstrecke intensiv eingesetzt.
Die Prüfung der Umsetzbarkeit erfolgte durch DB InfraGO.
„Für uns war und ist wichtig, dass die Stationen entlang der rechten Rheinstrecke attraktiv und
barrierefrei gestaltet werden. Deshalb haben wir uns für Bahnsteige mit einer Höhe von 76 cm
eingesetzt. Die abschließende Prüfung der technischen und infrastrukturellen Voraussetzungen
liegt jedoch bei DB InfraGO, die die Planung und Umsetzung der Infrastrukturmaßnahmen und
die konkrete Ausgestaltung der Bahnsteiganlagen verantwortet“, sagt der Verbandsvorsteher
des SPNV-Nord, Landrat Achim Hallerbach.
Nach Angaben von DB InfraGO ist ein Ausbau auf 76 cm ü.SOK aufgrund der besonderen Strecken-
anforderungen nicht an allen Stationen möglich. Die rechte Rheinstrecke ist Teil eines wichtigen
Güterverkehrskorridors und wird auch für Transporte mit Lademaßüberschreitungen genutzt, wie
Großtransformatoren oder andere überdimensionale Transportgüter. Um diese Verkehre sicher
durchführen zu können, gelten entlang der Strecke besondere infrastrukturelle Anforderungen.
Auf diesen Strecken sind Zwangspunkte (wie Bahnsteige) so angepasst, dass Züge ohne Kollisions-
gefahr passieren können. Deswegen dürfen Bahnsteige, an denen diese besonderen Gütertrans-
porte vorbeimüssen, eine Höhe von 55 Zentimetern nicht überschreiten.
Der Bahnhof Neuwied wurde bereits 2014 modernisiert und verfügt über Bahnsteige mit einer Höhe
von 55 cm. Nach Informationen der DB InfraGO ist ein erneuter Umbau der bestehenden Anlagen im
Rahmen der Korridorsanierung nicht vorgesehen. In Neuwied werden die Bahnsteige nicht umgebaut.
Am Bahnhof Engers werden "unter anderem neue Aufzüge" (da gab es noch nie welche) sowie weitere
Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit umgesetzt. Hier wird die Bahnsteighöhe von 38 cm
auf 55 cm angehoben.
Die in Engers aktuell haltenden Züge habe allesamt einen Ausstieg auf der Höhe von 76 cm. Zur Sicher-
stellung der Barrierefreiheit an den Stationen unabhängig von der Bahnsteighöhe kommen Fahrzeuge
mit entsprechenden Einstiegshilfen und Rampensystemen zum Einsatz, so dass mobilitätseingeschränkte
Menschen, Rollstuhlfahrer*innen, Reisende mit Kinderwagen sowie ältere Fahrgäste nach der Korridor-
sanierung die Bahnhöfe zuverlässig nutzen können.
„Die aktuell verwendeten Fahrzeuge sind nicht mehr die jüngsten, deswegen ist es absehbar, dass in
einigen Jahren neue Fahrzeuge zum Einsatz kommen müssen. Wir wollen dann gerne eine technische
Innovation der Fahrzeugindustrie nutzen, so dass in einem bestimmten Wagen an einer Tür ein Einstieg
auf 55 cm und an der anderen Türe von 76 cm vorhanden ist“, blickt Verbandsdirektor Thorsten Müller
in die Zukunft. „Ob im anstehenden Interimsvertrag ab Dezember 2028 dies schon umgesetzt werden
kann, befindet sich in der Abstimmung.“
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die nachfolgende PI 15/2026 veröffentlicht, die jedoch nur auf zwei Stationen eingeht.
Nach den Planungen der DB sollen lediglich Unkel, Linz, Leubsdorf, Bad Hönningen und
Vallendar nach der Sanierung über 76er-Bahnsteige verfügen, während alle anderen Sta-
tionen (bis nach Wiesbaden) mit einer Höhe von 55cm auskommen müssen - auch die tem-
poräre Fernverkehrsstation Ehrenbreitstein und der neue Hp in Rüdesheim.
Barrierefreiheit an den Bahnhöfen Neuwied und Engers
Im Zuge der Korridorsanierung der rechten Rheinstrecke vom 10. Juli bis 12. Dezember 2026
werden die Bahnhöfe entlang der Strecke von DB InfraGO modernisiert und [teilweise] barrie-
refrei ausgebaut. In diesem Zusammenhang wird derzeit öffentlich über die Bahnsteighöhen
in Neuwied und Engers diskutiert.
Der Zweckverband SPNV-Nord hatte sich gemeinsam mit den Partnern in Nordrhein-Westfalen
für Bahnsteige mit einer Höhe von 76cm entlang der rechten Rheinstrecke intensiv eingesetzt.
Die Prüfung der Umsetzbarkeit erfolgte durch DB InfraGO.
„Für uns war und ist wichtig, dass die Stationen entlang der rechten Rheinstrecke attraktiv und
barrierefrei gestaltet werden. Deshalb haben wir uns für Bahnsteige mit einer Höhe von 76 cm
eingesetzt. Die abschließende Prüfung der technischen und infrastrukturellen Voraussetzungen
liegt jedoch bei DB InfraGO, die die Planung und Umsetzung der Infrastrukturmaßnahmen und
die konkrete Ausgestaltung der Bahnsteiganlagen verantwortet“, sagt der Verbandsvorsteher
des SPNV-Nord, Landrat Achim Hallerbach.
Nach Angaben von DB InfraGO ist ein Ausbau auf 76 cm ü.SOK aufgrund der besonderen Strecken-
anforderungen nicht an allen Stationen möglich. Die rechte Rheinstrecke ist Teil eines wichtigen
Güterverkehrskorridors und wird auch für Transporte mit Lademaßüberschreitungen genutzt, wie
Großtransformatoren oder andere überdimensionale Transportgüter. Um diese Verkehre sicher
durchführen zu können, gelten entlang der Strecke besondere infrastrukturelle Anforderungen.
Auf diesen Strecken sind Zwangspunkte (wie Bahnsteige) so angepasst, dass Züge ohne Kollisions-
gefahr passieren können. Deswegen dürfen Bahnsteige, an denen diese besonderen Gütertrans-
porte vorbeimüssen, eine Höhe von 55 Zentimetern nicht überschreiten.
Der Bahnhof Neuwied wurde bereits 2014 modernisiert und verfügt über Bahnsteige mit einer Höhe
von 55 cm. Nach Informationen der DB InfraGO ist ein erneuter Umbau der bestehenden Anlagen im
Rahmen der Korridorsanierung nicht vorgesehen. In Neuwied werden die Bahnsteige nicht umgebaut.
Am Bahnhof Engers werden "unter anderem neue Aufzüge" (da gab es noch nie welche) sowie weitere
Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit umgesetzt. Hier wird die Bahnsteighöhe von 38 cm
auf 55 cm angehoben.
Die in Engers aktuell haltenden Züge habe allesamt einen Ausstieg auf der Höhe von 76 cm. Zur Sicher-
stellung der Barrierefreiheit an den Stationen unabhängig von der Bahnsteighöhe kommen Fahrzeuge
mit entsprechenden Einstiegshilfen und Rampensystemen zum Einsatz, so dass mobilitätseingeschränkte
Menschen, Rollstuhlfahrer*innen, Reisende mit Kinderwagen sowie ältere Fahrgäste nach der Korridor-
sanierung die Bahnhöfe zuverlässig nutzen können.
„Die aktuell verwendeten Fahrzeuge sind nicht mehr die jüngsten, deswegen ist es absehbar, dass in
einigen Jahren neue Fahrzeuge zum Einsatz kommen müssen. Wir wollen dann gerne eine technische
Innovation der Fahrzeugindustrie nutzen, so dass in einem bestimmten Wagen an einer Tür ein Einstieg
auf 55 cm und an der anderen Türe von 76 cm vorhanden ist“, blickt Verbandsdirektor Thorsten Müller
in die Zukunft. „Ob im anstehenden Interimsvertrag ab Dezember 2028 dies schon umgesetzt werden
kann, befindet sich in der Abstimmung.“
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