[FR] Bourgogne: Trains et Cathedrales (m.v.B.)
Verfasst: Di 10. Mär 2026, 20:35
Bonjour,
da noch ein paar Resturlaubstage vom letzten Jahr bis Ende März weg mußten, habe ich mich für einige Tage in die Bourgogne aufgemacht. Erster Halt war für ein paar Tage in Auxerre, danach ging es weiter nach Dijon.
Auxerre
Vom "Gare de Paris Bercy Bourgogne - Pays d'Auvergne" ging es per TER Mobigo in etwas mehr als 1,5 nach Auxerre. Ein ankommender TER wird an eine bereitstehende Einheit gekupplet und mit dieser Doppeltraktion bin ich dann gefahren. Andrang war nicht sonderlich groß an einem Donnerstag Vormittag. Bis Laroches-Migennes ging die Reise elektrisch und dann letzte Stücke bis Auxerre mit Diesel.

Die Kathedrale (links) und weitere Kirchen dominieren das Stadtbild

Für die Symmetrie würde der Kathedrale ein zweiter Turm nicht schaden

Im Inneren: Jeanne d'Arc eignet sich immer gut für farbenfrohe Fenster

Rund um die Kathedrale erstreckt sich die Altstadt mit kleinen Gassen und viel Fachwerk

Die Brücke im Vordergrund gehörte mal zu einer Bahnstrecke (Auxerre-Gien) - jetzt ist es ein Radweg


Das erklärt das typische Klackklack Geräusch auf französischen Nebenstrecken

Der TER aus Avallon wartet auf Einfahrt

bzw. fährt ein

Für SNCF Verhältnisse war waren die Abläufe teilweise komplex und knapp: Ankunft des TER aus Montereau, 2 Minuten später Einfahrt des TER aus Avallon auf dem selben Gleis, kuppelt hinten an und 5 Minuten später als Doppeltraktion gen Paris. Auch war das Angebot recht dicht: Nach Paris etwa 2 Stundentakt, stündlich nach Montereau, alle 2 Stunden mit einem Umstieg nach Dijon/Lyon.
Das Bahnhofsgebäude und die Gleisanlagen von Auxerre-Saint-Gervais


Zwar um die Ecke vom Bahnhof, aber das "ter" hat eine andere Bedeutung: bis und ter sind bei Hausnummern die frz. Version von a bzw. b

Vezelay
Die Basilika von Vezelay war der Hauptgrund warum ich in diese Ecke der Bourgogne gefahren war. Von Auxerre kommt man da mit Öffis halbwegs hin: Vom Bahnhof Sermizelles-Vezelay fährt 2x täglich ein Bus.
Der Bahnhof heißt Sermizelles-Vezelay. Der Ort Sermizelles ist gut einen Kilometer weg, bis Vezelay in es 11 Kilometer! Und um das Chaos perfekt zu machen, liegt der Bahnhof in der Gemarkung des Ortes Grivy, der wiederum auch gut einen Kilometer weg ist. Der Ortsteil am Bahnhof hat aber Ortsschild

Nach Sermizelles fahren von Auxerre der TER nach Vallon und ein Bus. Auf dem Hinweg besteht der perfekte Abschluß von Bus zu Bus, kommt man mit dem TER hat, hat man 2,5 Stunden Zeit die Gegend zu erkunden. Und genau das habe ich dann auch getan.
Der Bahnhof von Sermizelles


Auf dem Weg nach "Sermizelles Centre Ville"

Bahnübergänge gab es wohl im Sonderangebot.

Und die Fußgängervariante kommt noch dazu

Ohne Worte

Danach hatte ich einen Ohrwurm eines Mike Krüger Songs

Für ein Abstecher nach Givry reichte die Zeit auch noch. Wo ein Bach ist, da sind Brücken wie diese

Es muß nicht immer eine Kathedrale sein: Ein Dorfkirchlein hat auch seinen Reitz

Nach 15 Minuten Busfahrt war ich dann am Ziel. Da ich der einzige Fahrgast war, habe ich mich angeregt mit der Fahrerin unterhalten. Oben am Berg liegt die Basilika

Im Ort Vezelay schaden ein paar Bergziegengene nicht


Ich sage nur ein Wort: Symmetrieturm

Innen angenehm hell

Vom Platz neben der Kirche dann jede Menge Aussicht



Zur Kirche gehört auch ein Friedhof. Dort findet mal öfters diese Art von Gesteck auf dem Grab

Sens
Die beiden Bistümer Sens und Auxerre wurden zu einem verschmolzen, daher gibt es zwei Kathedralen. Auch die in Sens könnte einen Symmetrieturm vertragen

Kirchen in Frankreich sind auf Spenden der Gläubigen angewiesen, daher hält Kartenzahlung an vielen Stellen Einzug: Kerze bezahlen, spenden etc. geht hier

Gegenüber der Kathedrale liegen die Markthallen

Der Bahnhof

Früher hielten hier mal TGVs. Auf den Bahnsteig gemalte Wagenanzeiger(?) erinnern daran

Fahrt von Auxerre war ungefähr eine Stunde durch den Morgennebel. Amüsanter Spontanschnappschuss von einem der Unterwegshalte

Laroche-Migennes
Da ich Sens nicht wirklich spannend fand, habe noch in Laroche-Migennes Station gemacht und war ein wenig am Canal de Bourgogne flanieren. Der Bahnhof liegt direkt am Kanal


Welches Gleis soll es sein? 1, 1b, 1c, ... und K&L hätte auch noch gegeben

Ich gehe wandern, sie macht Pause


Ist das Kunst oder ...

Reminiszenz an die Vergangenheit: Die PLM hat die Strecke Paris-Lyon-Marseille gebaut

Nette Kirche mit interessantem Architekturmix

und einem Marienfenster, das bei mit Lourdes-Assoziationen geweckt hat

Dann war es Zeit die Zelt in Auxerre abzubrechen und nach Dijon umzusiedeln.
Autun
Von dort ging es für einen Tagetrip nach Autun: Mit dem Zug bis Étang-sur-Arroux und dann per Bus weiter, weil die Bahnlinie Étan-Autun seit einigen Jahren eingestellt ist. Die Signale leuchten noch

Der Bahnsteig war zugänglich, weil da der Ticketautomat steht



In Autun erwarten den Besucher Römerreste in Form das Janustempels

zweier teilweise erhaltener Stadttore


und eines Amphietheaters

Außerdem laden die Hügel rundherum zum Wandern und Panorama genießen ein - Kathedrale inklusive



Im Inneren der Kathdrale

farbenfrohe, moderne Fenster

Dijon
Zum Schluß noch ein wenig Dijon. Auf der Weg dahin mußte ich bei diesem Halt direkt an Asterix denken: Ich kenne keine Alesia, ich weiß nicht wo das ist Alesia. Ich weiß es jetzt
.

Sonnenaufgang über dem Bahnhof (und eine Kathedrale mit symmetrischen Türmen)

Canal de Bourgogne und TER

bzw. Intercite

TER in Anfahrt auf Dijon-Ville vorbei am Lac Kir

Diese Dächer sind immer wieder eine Freude

Direkt beim Hotel: Lichtspiele in den Fenstern der Post

Das soll es aus der Bourgogne gewesen sein. Ich hoffe es hat Spaß gemacht ein wenig mitzureisen.
Adieu
Charly
da noch ein paar Resturlaubstage vom letzten Jahr bis Ende März weg mußten, habe ich mich für einige Tage in die Bourgogne aufgemacht. Erster Halt war für ein paar Tage in Auxerre, danach ging es weiter nach Dijon.
Auxerre
Vom "Gare de Paris Bercy Bourgogne - Pays d'Auvergne" ging es per TER Mobigo in etwas mehr als 1,5 nach Auxerre. Ein ankommender TER wird an eine bereitstehende Einheit gekupplet und mit dieser Doppeltraktion bin ich dann gefahren. Andrang war nicht sonderlich groß an einem Donnerstag Vormittag. Bis Laroches-Migennes ging die Reise elektrisch und dann letzte Stücke bis Auxerre mit Diesel.

Die Kathedrale (links) und weitere Kirchen dominieren das Stadtbild

Für die Symmetrie würde der Kathedrale ein zweiter Turm nicht schaden

Im Inneren: Jeanne d'Arc eignet sich immer gut für farbenfrohe Fenster

Rund um die Kathedrale erstreckt sich die Altstadt mit kleinen Gassen und viel Fachwerk

Die Brücke im Vordergrund gehörte mal zu einer Bahnstrecke (Auxerre-Gien) - jetzt ist es ein Radweg


Das erklärt das typische Klackklack Geräusch auf französischen Nebenstrecken

Der TER aus Avallon wartet auf Einfahrt

bzw. fährt ein

Für SNCF Verhältnisse war waren die Abläufe teilweise komplex und knapp: Ankunft des TER aus Montereau, 2 Minuten später Einfahrt des TER aus Avallon auf dem selben Gleis, kuppelt hinten an und 5 Minuten später als Doppeltraktion gen Paris. Auch war das Angebot recht dicht: Nach Paris etwa 2 Stundentakt, stündlich nach Montereau, alle 2 Stunden mit einem Umstieg nach Dijon/Lyon.
Das Bahnhofsgebäude und die Gleisanlagen von Auxerre-Saint-Gervais


Zwar um die Ecke vom Bahnhof, aber das "ter" hat eine andere Bedeutung: bis und ter sind bei Hausnummern die frz. Version von a bzw. b

Vezelay
Die Basilika von Vezelay war der Hauptgrund warum ich in diese Ecke der Bourgogne gefahren war. Von Auxerre kommt man da mit Öffis halbwegs hin: Vom Bahnhof Sermizelles-Vezelay fährt 2x täglich ein Bus.
Der Bahnhof heißt Sermizelles-Vezelay. Der Ort Sermizelles ist gut einen Kilometer weg, bis Vezelay in es 11 Kilometer! Und um das Chaos perfekt zu machen, liegt der Bahnhof in der Gemarkung des Ortes Grivy, der wiederum auch gut einen Kilometer weg ist. Der Ortsteil am Bahnhof hat aber Ortsschild

Nach Sermizelles fahren von Auxerre der TER nach Vallon und ein Bus. Auf dem Hinweg besteht der perfekte Abschluß von Bus zu Bus, kommt man mit dem TER hat, hat man 2,5 Stunden Zeit die Gegend zu erkunden. Und genau das habe ich dann auch getan.
Der Bahnhof von Sermizelles


Auf dem Weg nach "Sermizelles Centre Ville"

Bahnübergänge gab es wohl im Sonderangebot.

Und die Fußgängervariante kommt noch dazu
Ohne Worte

Danach hatte ich einen Ohrwurm eines Mike Krüger Songs

Für ein Abstecher nach Givry reichte die Zeit auch noch. Wo ein Bach ist, da sind Brücken wie diese

Es muß nicht immer eine Kathedrale sein: Ein Dorfkirchlein hat auch seinen Reitz

Nach 15 Minuten Busfahrt war ich dann am Ziel. Da ich der einzige Fahrgast war, habe ich mich angeregt mit der Fahrerin unterhalten. Oben am Berg liegt die Basilika

Im Ort Vezelay schaden ein paar Bergziegengene nicht


Ich sage nur ein Wort: Symmetrieturm

Innen angenehm hell

Vom Platz neben der Kirche dann jede Menge Aussicht



Zur Kirche gehört auch ein Friedhof. Dort findet mal öfters diese Art von Gesteck auf dem Grab

Sens
Die beiden Bistümer Sens und Auxerre wurden zu einem verschmolzen, daher gibt es zwei Kathedralen. Auch die in Sens könnte einen Symmetrieturm vertragen

Kirchen in Frankreich sind auf Spenden der Gläubigen angewiesen, daher hält Kartenzahlung an vielen Stellen Einzug: Kerze bezahlen, spenden etc. geht hier

Gegenüber der Kathedrale liegen die Markthallen

Der Bahnhof

Früher hielten hier mal TGVs. Auf den Bahnsteig gemalte Wagenanzeiger(?) erinnern daran

Fahrt von Auxerre war ungefähr eine Stunde durch den Morgennebel. Amüsanter Spontanschnappschuss von einem der Unterwegshalte

Laroche-Migennes
Da ich Sens nicht wirklich spannend fand, habe noch in Laroche-Migennes Station gemacht und war ein wenig am Canal de Bourgogne flanieren. Der Bahnhof liegt direkt am Kanal


Welches Gleis soll es sein? 1, 1b, 1c, ... und K&L hätte auch noch gegeben

Ich gehe wandern, sie macht Pause


Ist das Kunst oder ...

Reminiszenz an die Vergangenheit: Die PLM hat die Strecke Paris-Lyon-Marseille gebaut

Nette Kirche mit interessantem Architekturmix

und einem Marienfenster, das bei mit Lourdes-Assoziationen geweckt hat

Dann war es Zeit die Zelt in Auxerre abzubrechen und nach Dijon umzusiedeln.
Autun
Von dort ging es für einen Tagetrip nach Autun: Mit dem Zug bis Étang-sur-Arroux und dann per Bus weiter, weil die Bahnlinie Étan-Autun seit einigen Jahren eingestellt ist. Die Signale leuchten noch

Der Bahnsteig war zugänglich, weil da der Ticketautomat steht



In Autun erwarten den Besucher Römerreste in Form das Janustempels

zweier teilweise erhaltener Stadttore


und eines Amphietheaters

Außerdem laden die Hügel rundherum zum Wandern und Panorama genießen ein - Kathedrale inklusive



Im Inneren der Kathdrale

farbenfrohe, moderne Fenster

Dijon
Zum Schluß noch ein wenig Dijon. Auf der Weg dahin mußte ich bei diesem Halt direkt an Asterix denken: Ich kenne keine Alesia, ich weiß nicht wo das ist Alesia. Ich weiß es jetzt

Sonnenaufgang über dem Bahnhof (und eine Kathedrale mit symmetrischen Türmen)

Canal de Bourgogne und TER

bzw. Intercite

TER in Anfahrt auf Dijon-Ville vorbei am Lac Kir

Diese Dächer sind immer wieder eine Freude

Direkt beim Hotel: Lichtspiele in den Fenstern der Post

Das soll es aus der Bourgogne gewesen sein. Ich hoffe es hat Spaß gemacht ein wenig mitzureisen.
Adieu
Charly