Als ich einmal Nachmittags vor fast zwei Monaten an einem Haltepunkt auf der Eifelstrecke stand um nach Trier zu fahren, zog der eintreffende Zug einfach vorüber ohne anzuhalten! Ich sah auf den Fahrplan mit der Überschrift „Abfahrt“, konnte ihn aber ebenso darauf nicht finden! Derweil erinnerte ich mich, dass genau diese Fahrt einen Bahnhof weiter sowohl vor Ort als auch im Internet zu finden ist. Mit dem nächsten Zug in Trier angekommen, sah ich zuerst auf den Plan „Ankunft“, auf welchem der besagte Zug allerdings zu finden war! Ich ging ich an die Information 🛈, schilderte meine Situation, worauf ich als Antwort
„Das weiß ich nicht, ich sitze nur hier, ich bin nicht der Lokführer!“
zu hören bekam. So gut ist das Servicepersonal in einem Bahnhof über den Personenverkehr informiert, dachte ich mir.
Ein paar Tage später war ich stadtauswärts die gleiche Strecke unterwegs, schilderte ebenfalls dem Zugbegleiter den Vorfall, worauf erstmal ein „Komisch“ folgte. Nach kurzem Nachsehen meinte er dann „Ich seh‘ mal nach“.
Nicht allzu lange Zeit später sprach ich in Trier mit einem Lokführer, der mir dann erklärte, dass „es also drei verschiedene Haltearten auf der Eifelstrecke gibt“, wie ich ihm mit meinen Worten abschließend mitteilte und er mir freundlich zustimmte.
Der Bahnbeamtin teilte ich das heute mit, was sie mit einem knappen und ebenso freundlichem „Danke“ zur Kenntnis nahm.
Ich persönlich fragte und frage mich immer noch in etwa, ob diese Art von „Auskunftsdefizit“ nicht mit Ausbildung und Eisenbahn der heutigen Art zutun hat und es so etwas zu Zeiten der Deutschen Bundesbahn nicht gegeben hätte, ohne jetzt gegen hießiges Personal wettern zu wollen.
Also wenn ich richtig verstanden habe, stehst Du an einem Haltepunkt x in der Eifel, dein Zug rauscht durch, und auf dem Abfahrtsplan in x steht der Zug gar nicht drauf. Daraus schließe ich, daß bis hier alles richtig ist, denn wenn er nicht im Abfahrtsplan steht, hat er auch keinen Aufenthalt. Daß er am Haltepunkt y im Fahrplan steht, und dort wohl auch hält, hat doch nichts damit zu tun, ob er in x hält oder nicht, und wenn der nach Trier gefahren ist, ist es auch klar, daß der auf dem Ankunftsplan steht.....manche Züge halten eben nicht überall, ich verstehe die Frage - zumindest so, wie sie formuliert ist - nicht ganz. Vielleicht würde die Nennung der Verkehrsstationen Licht ins Dunkel bringen...denn so, wie Du es beschreibst, ist ja alles richtig gelaufen so, was soll die Kollegin an der Information anders sagen?
Auch der Teil danach ist nicht so ganz klar verständlich, was heißt denn bitte "drei Haltearten"? Es gibt Verkehrshalte, Betriebshalte (nicht öffentlich), Bedarfshalte....was ist denn gemeint?
Bahnbeamtinnen dürfte es 32 Jahre nach dem Aus der Bundesbahn so gut wie keine mehr geben, wobei mir eine Bundesbahn mit Beamten besser gefallen hat, als der Murks heutzutage. Was heute so am Schalter sitzt - ohne einem Kollegen zu nahe treten zu wollen - hat eben nicht mehr die Ausbildung eines kleinen "Stationsvorstehers", wie man im Volksmund die Universalkräfte auf kleinen Bahnhöfen gern nannte, die Fahrkarten verkauften, Auskünfte erteilten, Gepäck und Expressgut annahmen, den Warteraum aufsperrten und nebenbei noch die Blümchen am Bahnsteig gossen.....und ach ja, da war ja noch was, nebenbei auch noch den ganzen Zugverkehr im Stellwerk regelten. Der hätte mit einem Handgriff das Kursbuch auf den Tresen gewuchtet, vermutlich ohne langes Suchen die "430" aufgeschlagen, wie die Eifelstrecke einmal hieß, und dir binnen Sekunden weitergeholfen.
Also für eine detaillierte Antwort bräuchte man auch ein paar Details, der persönliche Erlebnisbericht ist nicht so ganz hilfreich bei der Klärung. Es wäre hilfreich zu erfahren, welcher Halt das war, der von welchem Zug nicht bedient wurde?
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ Albert Einstein
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